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Enthüllung und Segnung einer Gedenktafel und dritte Große Wasserweihe in St. Andrä am Zicksee

Nachdem im Vormonat entschieden wurde, das erste orthodoxe Kloster endgültig in St. Andrä am Zicksee zu bauen, steht am 27. Januar 2018 der erste öffentliche Auftritt hochrangiger Vertreter der orthodoxen und katholischen Kirche in der Seewinkelgemeinde an. Eigentlicher Anlass ist die „Große Wasserweihe“ am Zicksee, die bereits zum dritten Mal stattfindet und zu der sich auch in diesem Jahr als Ehrengast der (katholische) Eisenstädter Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics angesagt hat. Anders als in den Jahren zuvor treffen sich Metropolit Arsenios Kardamakis und Diözesanbischof Zsifkovics aber erst in der katholischen Pfarrkirche, um dort eine Gedenktafel zur Erinnerung an den Besuch des ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel 2014 zu enthüllen und zu segnen.

Gedenktafel in der Pfarrkirche von St. Andrä am Zicksee
Um 10:00 Uhr findet die Begrüßung der beiden Bischöfe aus Ost- und Westkirche durch Bürgermeister DI (FH) Andreas Sattler und Jugendlichen aus der Pfarrbevölkerung am Kirchenvorplatz statt. Danach betreten Metropolit Arsenios und Diözesanbischof Zsifkovics die Pfarrkirche zum Heiligen Andreas, die Seine Allheiligkeit, der Patriarch von Konstantinopel, Bartholomaios I. am 10. November 2014 besucht hatte, um dort eine steinerne Gedenktafel zu enthüllen und zu segnen, die an diesen denkwürdigen Tag erinnert. Musikalisch umrahmt wird die feierliche Segnung vom Projektchor St. Andrä am Zicksee.

Der Patriarch von Konstantinopel ist das Ehrenoberhaupt aller Orthodoxen weltweit und der 270. Nachfolger des Apostels Andreas auf dem Bischofsstuhl von Konstantinopel. Um diesem Umstand eine entsprechende Wertschätzung zuteil werden zu lassen, hat der Vorstand des Vereins der Freunde des Klosters Maria Schutz in St. Andrä am Zicksee entschieden, eine Gedenktafel zur Erinnerung an diesen besonderen Besuch in der Pfarrkirche, die wie der Ort dem Heiligen Andreas geweiht ist, zu stiften.

Der zuständige Ortspfarrer sowie auch Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics haben diesem Ansinnen des Vereins mit Freude zugestimmt. Vereinsobmann Martin Brasch erinnert in diesem Zusammenhang auch an die Tatsache, dass „am 10. November 2014 überhaupt das erste Mal ein Oberhaupt der Ostkirche seinen Fuß auf pannonischen Boden gesetzt hat“. „Es dürfte sich bei der Steinplatte, in die das Konterfei des orthodoxen Ehrenoberhauptes kunstvoll eingraviert ist, um die erste festinstallierte Gedenktafel zur Würdigung eines ökumenischen Patriarchen in einer katholischen Kirche seit der Kirchenspaltung 1054 handeln. Wir konnten bisher noch kein vergleichbares Beispiel ausfindig machen!“, so Brasch weiter.

Patriarch Bartholomaios I. hat aber noch einen weiteren Bezug zu St. Andrä am Zicksee, der nicht unerwähnt bleiben darf: Er ist nämlich der eigentliche Gründungsvater des orthodoxen Klosters Maria Schutz, dessen Bau noch im heurigen Jahr begonnen werden soll. In seiner bisherigen Amtszeit hat Patriarch Bartholomaios I. nur dieses eine Kloster begründet. Aus diesem Grund war er auch am 2014 nach St. Andrä am Zicksee gekommen, um das dafür von der Diözese zur Verfügung gestellte Grundstück zu segnen und sich bei der Pfarrbevölkerung für die herzliche Aufnahme seiner Mönchsgemeinschaft zu bedanken.

Dritte „Große Wasserweihe“ am Zicksee
Im Anschluss an die Segnung der Gedenktafel zelebriert Seine Eminenz Metropolit Arsenios von Austria zusammen mit den Mönchen des Klosters Maria Schutz zum dritten Mal in Folge die „Große Wasserweihe“ am Zicksee (ca. 10:30 Uhr am Strand vor dem Gasthof Seeblick). Dieser traditionelle Ritus zählt zu den beeindruckensten Feiern der Orthodoxen Kirche und wird eigentlich zum Gedenken an die Taufe Jesu am Tag der Erscheinung des Herrn (am 6. Jänner) zelebriert. Am Höhepunkt der Feier wird ein kunstvolles Holzkreuz, welches an einem blauen Band befestigt ist, dreimal von Metropolit Arsenios ins Wasser des Zicksees geworfen und wieder herausgezogen. Mit dem Kreuz werden der See und alle Gewässer, die Anwesenden und der ganze Ort gesegnet.

Historisches Vorbild der Feier ist die Taufe Jesu durch Johannes im Jordan, durch die nach orthodoxer Auslegung das Wasser dieses Flusses und aller Flüsse weltweit gesegnet wurden. So gilt die Weihe des Wassers daher auch der ganzen Natur und der gesamten Schöpfung auf Erden. In der Großen Wasserweihe kommt somit auch der Einsatz der Christen für die "Bewahrung der Schöpfung" zum Ausdruck.

Im Anschluss an die feierliche Zeremonie lädt der Verein der Freunde des Klosters Maria Schutz in St. Andrä am Zicksee alle Menschen, die der Feier beigewohnt haben, zu einer Agape beim Gasthof Seeblick ein. Allen Besucherinnen und Besuchern der Großen Wasserweihe am Zicksee wird empfohlen, in winterfester Bekleidung zu erscheinen!

 

Aus dem Archiv:
Ökumenischer Patriarch betritt in St. Andrä am Zicksee erstmals in der Geschichte pannonischen Boden
ORF-Bericht zur Großen Wasserweihe 2017

  1. © FdKMS 2017
  2. Liturgischer Kalender
  3. Standort des Klosters
  4. Das Wetter in St. Andrä/Zicksee
  5. Per Bahn zum Kloster
  6. Galerie
  7. Quiz
  8. Umfrage
OEBB

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